Panaeng-Currypaste kann man leicht selber machen

Ist es noch authentisch, wenn man sich Panaeng-Currypaste fertig kauft, obwohl man sich die auch selbst herstellen kann?

Klare Antwort: Ja.

Aber manche thailändische Currypasten erfordern schon einen erheblichen zeitlichen Aufwand. So kann man zum Beispiel für ein Panaeng-Curry schon früh morgens den Holzkohlegrill anfeuern, um die Paprika zu rösten oder die Chili-Schoten zu trocknen, usw., damit man abends die Paste zu einem leckeren Gaeng Panaeng verarbeiten kann. Eine industriell produzierte Currypaste kann da geschmacklich selten mithalten.
Doch auch in Thailand betreibt man den Aufwand nicht jeden Tag, sich eine Currypaste selbst herzustellen, weil es nicht umsonst auf allen Märkten alle möglichen Currypasten zu kaufen gibt. Es scheint also legitim, bei Bedarf auf ein Fertigprodukt zurückzugreifen. Bei der großen Auswahl findet man dann auch immer was für seinen Geschmack.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum in hiesigen thailändischen Restaurants die Thai-Currys alle ähnlich schmecken? Natürlich möchten die Restaurantbetreiber die Geschmackserwartungen ihrer Gäste erfüllen. So finden eben häufig, auch aus Kostengründen, Fertigprodukte Verwendung. Auch wir greifen hin und wieder auf vorgefertigte Currypasten zurück, obwohl geschmacklich nichts über eine frisch hergestellte Currypaste geht.

Aber wenn wir Zeit und Lust haben, machen wir unsere Currypaste selbst, ganz nach unserem Geschmack! Und Panaeng-Currypaste geht noch vergleichsweise einfach und schnell.


Panaeng-Currypaste selbst gemacht

Zutaten

Zubereitung

  1. Die getrockneten Thai-Chilis etwa 1 Stunde in Wasser einweichen, dann die Kerne entfernen.
  2. Inzwischen Koriandersamen in einer beschichteten Pfanne anrösten.
  3. Dann Erdnüsse in einer beschichteten Pfanne anrösten.
  4. Knoblauch, Galgant und Korianderwurzeln hacken.
  5. Schalotten und Zitronengras klein schneiden.
  6. Pfefferkörner im Mörser zerstoßen.
  7. Alle Zutaten im Mörser oder notfalls im Mixer zu einer feinen Paste verarbeiten. Fertig.

Tipps: Kaffernlimetten gibt es im guten Asiamarkt im Kühlregal.
Alle Zutaten vor dem Mörsern in geeigneter Weise zerkleinern, dann gelingt es leichter zur pastösen Konsistenz zu gelangen. Drücke ich mich verständlich aus?
Außerdem ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Zubereitungsschritte in genau der von angegebenen Reihenfolge erfolgen, sonst können und werden sich die Aromen der Zutaten nicht in der gewünschten Weise entfalten und die Currypaste schmeckt fade!
Die frisch zubereitete Paste kann man bis zu 2 Wochen im Kühlschrank oder auch länger im Tiefkühlfach aufbewahren.

Guten Appetit!



Fehlt Ihnen noch etwas für Ihre Thai-Küche?


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