Baby-Bananen-Curry mit Hühnerfleisch – แกงกล้วยไข่ใส่ไก่ (Gaeng Kluay Kai Sai Gai)

Um die Zutaten für unser Baby-Bananen-Curry zu besorgen, kommen wir nicht um den Besuch eines Asia-Marktes herum. Selbst dann nicht, wenn wir auf das Selbermachen der Currypaste verzichten und bequemerweise auf ein Fertigprodukt zurückgreifen möchten. Eine selbst gemachte Currypaste ist aber immer die bessere Wahl. Wir zeigen unten, wie das geht, eine ganz spezielle rote Currypaste für unser Baby-Bananen-Curry.

In der thailändischen Küche werden drei Sorten Thai-Basilikum verwendet. Horapa (โหระพา) für Thai-Currys und ähnliche Gerichte, Maenglak (แมงลัก) für Suppen und Getränke und Kaprao (กะเพรา) für alles Gebratene. Also verwenden wir heute für unser Baby-Bananen-Curry Horapa, und den gibt es nur im Asia-Markt.

Die Bananen sind nicht so sehr das Problem. Anstelle von Baby-Bananen können auch „normale“ Bananen oder auch Kochbananen (aus dem Asia-Markt) verwendet werden. Die Baby-Bananen sollten noch leicht grün sein. Die Kochbananen sind gut, wenn die Schale schwarz und schrumpelig ist. Keine Angst, die sind dann nicht verdorben, sehen nur nicht so lecker aus, aber die Schale wird ja nicht mitgegessen.
Der optimale Reifegrad „normaler“ Bananen liegt irgendwo zwischen Baby-Bananen und Kochbananen.
Es geht natürlich um den Geschmack und das Mundgefühl. Die Bananenstücke sollten noch deutlich zerkaubar sein und nicht zu Bananenschleim zerkocht sein. Kochbananen schmecken weniger süß, vergleichbar mit Kartoffeln, und ertragen eine längere Kochdauer.
Fast reife Baby-Bananen sind nicht so sehr süß aber ideal, denn zu einem echten Thai-Curry gehören sowohl Schärfe als auch etwas Süße.

Anstelle von Hühnerfleisch können auch andere Fleischsorten mit den Bananen kombiniert werden. Vorstellbar ist etwa zartes Rindfleisch. Häufiger noch wird allerdings Fisch verwendet.


Baby-Bananen-Curry mit Hühnerfleisch
(Gaeng Kluay Kai Sai Gai)

Zutaten für 4-6 Portionen

Zubereitung

  1. Den dickflüssigen Teil der Kokosmilch vom dünnflüssigen trennen. Das geht nur, wenn man die Packung vorher nicht geschüttelt hat.
  2. Hühnerfleisch und Baby-Bananen in mundgerechte Stücke schneiden. Baby-Bananen vorher schälen 😉
  3. Thai-Basilikum waschen und die Blätter abzupfen.
  4. Öl in einem Topf erhitzen, die Currypaste hinzufügen und 2 Minuten garen, bis sie stark duftet.
  5. Den pastösen Teil der Kokosmilch zugeben und gut umrühren, aufkochen
  6. Das Hühnerfleisch zugeben und gar kochen.
  7. Die restliche Kokosmilch und 150 ml Wasser zugeben, dann den Topfinhalt zum Kochen bringen und etwa 30 Minuten köcheln lassen.
  8. Fischsauce und Palmzucker hinzufügen, gut umrühren und abschmecken.
  9. Die Bananenstücke und die meisten Thai-Basilikum-Blätter zugeben und noch einige Minuten köcheln lassen.
  10. Vor dem Servieren nochmals abschmecken, mit einigen Tropfen Kokosmilch beträufeln und mit Thai-Basilikum-Blättern garnieren.

Guten Appetit!


Selbst gemachte Currypaste für Baby-Bananen-Curry

Beim Einkauf der Zutaten für die selbst gemachte Currypaste werden wir endlich zum gern gesehenen Stammgast unseres Asia-Marktes 😉
Wenigstens Galgant, Garnelenpaste, Korianderwurzeln, Kaffernlimetten  und Fingerwurz werden kaum außerhalb eines Asia-Marktes zu finden sein. Leider gibt es nicht alles bei Amazon 😉
Sollten Sie einmal bei Kaffernlimetten fündig werden, kaufen Sie am besten gleich eine größere Menge. Das Tiefkühlfach schadet dem Geschmack der Schale nicht.

Das Aroma der Kaffernlimette darf auch nicht im Baby-Bananen-Curry fehlen.
Kaffernlimette am Baum

Zutaten für die selbst gemachte Currypaste

Zubereitung der Currypaste für Baby-Bananen-Curry

  1. Die Kerne der getrockneten Thai-Chili entfernen. Wer es gerne sehr scharf mag, kann sich diesen Schritt sparen.
  2. Die getrockneten Thai-Chili ca. 1 Stunde in Wasser einweichen.
  3. Schalotten und Knoblauch klein schneiden.
  4. Galgant hacken, Zitronengras in Scheiben schneiden, Korianderwurzeln hacken, Fingerwurz in Scheiben schneiden.
  5. Die Schale der Kaffernlimette abreiben. Nur die geriebene Schale wird benötigt.
  6. Alle Zutaten am besten im Mörser, notfalls im Zerkleinerer, zu einer glatten Paste zerkleinern.

Tipps: Frisch zubereitete Curry-Paste ist gekühlt und in einer Dose mit Öl bedeckt ca. 2 Wochen haltbar. Im Tiefkühlfach auch länger.
Mit der Menge der Thai-Chili bestimmen Sie, wie scharf Ihre Currypaste werden soll. Sie dürfen also auch weniger nehmen. Die im Rezept angegebene Menge ergibt eine sehr scharfe Currypaste.



Fehlt Ihnen noch etwas für Ihre Thai-Küche?


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.