Vegetarisches grünes Curry mit Tofu – แกงเขียวหวานเต้าหู้ (Gaeng Khiao Wan Dtau Hu)

Das Besondere an unserem heutigen Rezept für vegetarisches grünes Curry ist natürlich die vegetarische Currypaste. Dabei ist es uns gelungen, durch leichte Variation der rein pflanzlichen Zutaten ganz auf Zutaten tierischen Ursprungs verzichten zu können. Und das sogar glücklicherweise, ohne auf den typischen Geschmack eines grünen Thai-Currys verzichten zu müssen!

Apropos vegetarisch

Thais stehen im Verdacht, buchstäblich ALLES zu essen. Tatsächlich haben sie den Begriff des Essbaren wohl ausgeweitet, wie kaum eine andere Nation. Aber es gibt sehr deutliche regionale Unterschiede und persönliche Vorlieben und Verzichte. Die sind teils auch religiös begründet. Also gibt es auch eine reichhaltige und leckere vegetarische thailändische Küche, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten.

Auch eingefleischte Fleischesser werden deshalb unser vegetarisches grünes Curry genießen können. Die vielen gesunden Gemüse und der authentische Geschmack machen es zu einer modernen Alternative zur klassischen Variante Gaeng Khiao Wan Gai.

Gaeng Khiao Wan Gai ist die Vorlage für unser vegetarisches grünes Curry.
Gaeng Khiao Wan Gai, ein Klassiker der thailändischen Küche

Thailändisches grünes Curry ist von der Schärfe her mit rotem Thai-Curry vergleichbar, tendenziell etwas milder. Aber grünes Curry schmeckt auf jeden Fall süßer. Schließlich heißt „Gaeng Khiao Wan“ wörtlich übersetzt: Curry grün süß.

In der thailändischen Küche werden drei Sorten Thai-Basilikum verwendet. Horapa (โหระพา) wird für Thai-Currys und ähnliche Gerichte, Maenglak (แมงลัก) für Suppen und Getränke und Kaprao (กะเพรา) für alles Gebratene verwendet. Deshalb nehmen wir für unser vegetarisches grünes Thai-Curry Horapa. Und den oder das gibt es zum Glück in jedem guten Asia-Markt.

Vegetarisches grünes Curry wird selbstverständlich mit thailändischem Jasmin-Reis (Duftreis) gegessen, wie bei fast allen thailändischen Gerichten.


Vegetarisches grünes Curry mit Tofu - แกงเขียวหวานเต้าหู้ (Gaeng Khiao Wan Dtau Hu)
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Vegetarisches grünes Curry mit Tofu (Gaeng Khiao Wan Dtau Hu)

Ohne Fleisch oder Fisch aber mit dem typischen Geschmack eines grünen Thai-Currys
Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit45 Min.
Gericht: Curry
Land & Region: Thailand
Schlagworte: Gemüse, modern, scharf, Tofu, vegetarisch
Portionen: 4 Portionen

Spezielle Gerätschaften helfen bei der Zubereitung:

Das sollten wir vorrätig haben:

Für die vegetarische Currypaste

  • 30 g grüne Thai-Chilis
  • 70 g grüne Peperoni oder Bratpaprika
  • 25 g Zitronengras
  • 10 g Galgant
  • 25 g Knoblauchzehen
  • 5 g Koriandersamen geröstet
  • 3 g Kreuzkümmel geröstet oder ½ TL Kreuzkümmelpulver
  • 25 g Schalotten
  • 3 Körner weißer Pfeffer
  • 5 g Korianderwurzeln
  • ½ TL Salz
  • 1 Kaffernlimettenschale von einer ganzen Kaffernlimette

Für das Curry

  • 6-8 EL selbst gemachte, vegetarische Currypaste (siehe unten)
  • 400 g Tofu
  • 1 l Kokosmilch
  • 2 EL Öl zum Anbraten
  • 4 EL helle Sojasauce
  • 1 Stk. Palmzucker
  • 1-2 TL Salz
  • 2-4 Stängel Thai-Basilikum Horapa
  • 1-2 Auberginen
  • 100 g Thai-Auberginen
  • 200 g Bambusstreifen
  • 200 ml Wasser

Und so wird’s gemacht:

Die vegetarische grüne Currypaste

  • Als erstes die grünen Thai-Chilis und die Peperonis mit etwa ¼ TL Salz im Mörser zerreiben.
  • Anschließend Galgant und Zitronengras zufügen und zu einer feinen Paste verarbeiten.
  • Dann Pfeffer, Koriandersamen und Kreuzkümmel zugeben und weiter zu feiner Paste zerreiben.
  • Kaffernlimettenschalen, Korianderwurzeln, Knoblauch und Schalotten zugeben und weiter zerreiben.
  • Zum Schluss noch das restliche Salz zugeben und alles zu einer feinen Paste zerreiben.

Das vegetarische grüne Curry

  • Tofu und Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Den Thai-Basilikum Waschen und die Blätter abzupfen.
  • Zuerst Öl in einem Topf erhitzen und die selbst gemachte, vegetarische Currypaste (siehe unten) etwa 2 Minuten scharf anbraten.
  • Dann 250 ml Kokosmilch zugeben und aufkochen lassen.
  • Jetzt den Tofu zugeben und wieder zum Kochen bringen.
  • Dann den Rest der Kokosmilch zugeben und wieder kochen.
  • Anschließend noch Bambus und Auberginen zugeben und etwa eine Minute in der kochenden Kokosmilch garen.
  • Zum Schluss mit heller Sojasauce, Palmzucker, Salz und Wasser abschmecken und ganz zum Schluss die Thai-Basilikumblätter dazugeben.

Notizen

Alle Zutaten vor dem Mörsern in geeigneter Weise zerkleinern. Dann gelingt es leichter zur pastösen Konsistenz zu gelangen. Drücke ich mich verständlich aus?
Außerdem ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Zubereitungsschritte in genau der angegebenen Reihenfolge erfolgen. Sonst können und werden sich die Aromen der Zutaten nicht in der gewünschten Weise entfalten und die Currypaste schmeckt dann fade!

Guten Appetit!